Digitales Partizipationssystem DIPAS – Mit Hilfe von Karten und Geodaten in den Dialog treten

Bürger:innenbeteiligung / Hamburg / Standards & Open Source / Werkzeuge & Technologien / Wissenstransfer

Mit DIPAS können Bürger:innen von zu Hause aus, mobil oder in Veranstaltungen digitale Karten, Luftbilder, Pläne, 3D Modelle, städtebauliche Entwürfe und vor allem städtische Geodaten abrufen und ein genau lokalisiertes Feedback zu Planungsvorhaben geben.

DIPAS ist ein Digitales Partizipationssystem. Es verbindet das Hamburger Online-Beteiligungstool mit digitalen Planungstischen zu einem medienbruchfreien und integrierten digitalen System zur Bürger:innenbeteiligung. Mit DIPAS können Bürgerinnen und Bürger von zu Hause aus, mobil oder in Veranstaltungen digitale Karten, Luftbilder, Pläne, 3D-Modelle, städtebauliche Entwürfe und vor allem städtische Geodaten abrufen und ein genau lokalisiertes Feedback zu Planungsvorhaben geben. Beiträge können zudem kommentiert, diskutiert und bewertet werden. Eine quantitative Live-Auswertung ist transparent auf der Seite sichtbar. So werden Stimmungsbilder und Spannungsfelder erkennbar. Das gesammelte Feedback der Bürgerinnen und Bürger wird im Anschluss an die Beteiligungsphase ausgewertet und fließt in die weitere Planung mit ein. 

Seit Ende 2022 ist es möglich, die gesamten DIPAS-Verfahren einer Stadt automatisiert über Schnittstellen auf einer Übersichtsseite, dem sogenannten DIPAS navigator anzuzeigen und weitere Informationen, zum Beispiel zu Verfahrensthemen und absender:innen sowie aktiven und bereits vergangenen Verfahren und deren Verortung im Stadtgebiet zu bekommen. Weitere DIPAS-Komponenten und -Erweiterungen sind in Planung. Diese werden zu gegebener Zeit ebenfalls Open Source den DIPAS Anwender:innen zur Verfügung stehen. 

DIPAS-Einsatz mit Touchtable auf dem Matthäikirchhof in Leipzig
DIPAS-Einsatz auf dem Matthäikirchhof in Leipzig, Foto: Stadt Leipzig

DIPAS und Connected Urban Twins

Im Zuge des CUT-Projektes wird die Hamburger Open Source-Software DIPAS technisch, strukturell und praktisch nach Leipzig und München transferiert. Die Erkenntnisse dieses Transfers sollen als Konzepte neben der Software selbst auch für andere Städte zur Verfügung stehen. Erste Beteiligungsverfahren werden aktuell in den Städten München und Leipzig mit Hilfe von DIPAS durchgeführt. DIPAS ist als Beteiligungswerkzeug Teil der städtischen technischen Ressourcen, in Hamburg unter anderem bestehend aus Urban Data Platform, Geo-Online, CoSI und standardisierten Schnittstellen. Somit sind die in DIPAS genutzten und generierten Daten interoperabel nutzbar.

Vorteile für Städte und Kommunen

  • Open Source-Software 
  • besteht aus mehreren, medienbruchfreien Nutzungsoberflächen: Online-Beteiligungstool, Touchtable sowie DIPAS navigator
  • umfassende Dokumentation und Anleitungen für die Installation, die Konfiguration und den Betrieb im Repository und in einem Wiki
Grafik: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg

Features für Nutzer:innen

  • Informieren und Mitdiskutieren, egal ob online oder vor Ort:
    • Online-Beteiligungstool: Bietet Bürger:innen die Möglichkeit, sich jederzeit und von überall in den Dialog zu Planungsvorhaben einbringen zu können
    • Touchtables: sind die digitalen Beteiligungswerkzeuge für Präsenzveranstaltungen – mobiler “Tisch”, der eine kombinierte digitale Darstellungs- und Bedienoberfläche besitzt und mit einem Laptop betrieben wird
    • lokalisiertes Feedback zu Planungsvorhaben
    • Anbindung an städtische Geodaten aus der Urban Data Platform
    • offene informierte Diskussion zwischen Fachleuten und Laien
    • medienbruchfreie Bürgerbeteiligung 
    • Transparenz auch über die Laufzeit des Beteiligungszeitraums hinaus 
    • übergeordnete Aggregation aller Verfahren inkl. Statistiken und Kennzahlen im DIPAS navigator 

    Weitere Informationen zum Digitalen Partizipationssystem

    DIPAS-Website (öffnet in neuem Tab)
    Die Partnerstädte
    Gefördert durch