Im Rahmen des Förderprojekts „Connected Urban Twins“ (CUT) wurde in der Landeshauptstadt München (LHM), aufbauend auf dem bereits bestehenden Teil des Urbanen Digitalen Zwilling (DZ) der Stadt, ein Metadatenkatalog eingeführt. Dieser Katalog steht in seiner finalen Ausbaustufe allen Nutzer:innen innerhalb der Fachbereiche der Stadt zur Verfügung. Über den Metadatenkatalog haben die Nutzer:innen Zugang zu allen in der Stadt verfügbaren Metadaten, die im Zusammenhang mit dem Digitalen Zwilling und der Smart City München stehen.
Metadaten sind eindeutig strukturierte Daten, die die Eigenschaften der jeweils verfügbaren Fachdatensätze beschreiben. Dort ist beispielsweise hinterlegt, welche Abteilung für den Datensatz verantwortlich ist, welche Nutzungsbedingungen zu beachten sind, wie umfangreich der Datensatz ist, welche Attribute dort hinterlegt sind, oder in welchen Zeitraum die Daten erfasst wurden.
Da es für einige Fachbereiche bereits vereinzelte Metadatenkataloge gibt, ist eine weitere Aufgabe des zentralen Metadatenkatalogs des Digitalen Zwillings der Stadt, diese bestehen den Informationen über ein spezielles „Harvesting“-Verfahren automatisiert mit in den zentralen Katalog einzubinden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die bestehenden Daten erneut zu erfassen oder manuell in das neue System zu übertragen und somit steht schrittweise allen Mitarbeitenden der Stadt ein umfassendes und Fachbereich-übergreifendes Wissen über alle in der Stadt verfügbaren und nutzbaren Smart City bezogenen Datensätze zur Verfügung.
Der hohe Nutzen des städtischen Metadatenkatalogs basiert somit auf den folgenden Punkten:
- Intuitiver Überblick über verfügbare Daten-Ressourcen der Stadt
- Detaillierte (Meta-)Informationen zu Daten und Ressourcen zur besseren Einschätzung des Dateninhaltes (Ansprechpartner, Datenqualität, Zugriffsmöglichkeiten, etc.)
- Schnelle und intuitive Suche nach Ressourcen & Daten
- Vorschau auf Daten ohne direkten & vollen Zugriff auf die Daten
- Intuitive und einfache Editoroberfläche für das Datenmanagement im Katalog
- Erweiterbarkeit von Funktionalitäten
- Vereinfachung der Metadatenpflege
- Editor-Oberfläche für Administrator*innen
Der Metadatenkatalog basiert auf den Überlegungen zur Smart District Data Infrastructure (SDDI) und besteht in seinem Kern aus dem Open Source Datenmanagementsystem-Ansatz CKAN (aktuelle Version 2.9.9). Für den Einsatz in der LHM wurden einige zusätzliche Funktionalitäten integriert. Im Gegensatz zum bisherigen Metadatendatenkatalog der LHM können neben Datensätzen auch Dienste, Portale, Anwendungen oder datenerfassende Objekte wie z.B. Sensoren registriert werden. Das langfristige Ziel besteht darin, den Metadatenkatalog als Single-point-of-truth für alle Ressourcen des Digitalen Zwillings der LHM bereitzustellen.
Die Entwicklung wurde im Rahmen des CUT-Projekts in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen des Lehrstuhls für Geoinformatik an der TUM (Technische Universität München) konzipiert und gemäß den zusätzlichen Anforderungen der Stadt entsprechend der bestehenden Standards erweitert. Die Integration in die bestehende IT-Landschaft der Landeshauptstadt erfolgte durch das IT-Referat in Zusammenarbeit mit dem GeodatenService der LHM.
Metadatenkatalog München
Die Helm Chart enthält alle Komponenten für die Installation des LHM-CKAN-Katalogs auf die Red Hat OpenShift Container Platform. Der Metadatenkatalog München ist eine Erweiterung des SDDI-Katalogs. Der Quellcode ist sowohl im Repository der TUM als auch auf GitHub von LHM und opencode.de verfügbar.
Metadatenkatalog: Fachkonzept und Marktanalyse im Überblick
In diesem Dokument werden die Anforderungen an den Metadatenkatalog für die LHM vorgestellt. Zusätzlich werden die Ergebnisse einer detaillierten Marktanalyse im Hinblick auf die gewünschten Anforderungen präsentiert, um die beste Lösung für die Entwicklung des LHM-Metadatenkatalogs zu finden.
