Der Münchner Wohnungsmarkt ist angespannt. Die Stadt erlebt ein anhaltendes Bevölkerungswachstum und einen übersteigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, bei gleichzeitig hohen Mieten und Kaufpreisen. Gepaart mit Flächenmangel und steigenden Baukosten stellt dies eine zentrale Herausforderung für die Verwaltung dar.
Für die WMB wurde ein interkatives Dashboard entwickelt, das Fachdaten aus unterschiedlichen Quellen nutzt. Dazu gehören Daten aus der städtischen Geodateninfrastruktur, dem Statistischen Landesamt, verschiedenen Referaten und kommerziellen Quellen wie Immoscout24. Das Dashboard visualisiert Informationen zu Wohnungsangebot und -nachfrage, erlaubt die optimale Darstellung bei verschiedenen Bildschirmauflösungen (Responsive Webdesign) und erhöht dadurch die Benutzerfreundlichkeit.
Open-Source-Software für einfache Weiterentwicklung und Replikation
Die Struktur des Dashboards kann zukünftig bei Bedarf geändert und weiterentwickelt werden. Als Grundlage dient die Open-Source-Software Grafana, was die Replikation des Tools für andere Kommunen mit minimalen Kosten und maximaler Transparenz ermöglicht. Die sich automatisch aktualisierenden Dashboards ersetzen die Veröffentlichung der Daten mittels PDFs und tragen zu einer Steigerung der Datenaktualität, der Senkung des zeitlichen Aufwands und der Minimierung von Fehlerquellen bei. So wird sichergestellt, dass alle Beteiligten gut informiert sind und fundierte Entscheidungen treffen können.
Technische Architektur und Ausblick
Die Fachdaten werden über ETL-Prozesse in eine PostgreSQL-Datenbank auf einem Frost-Server eingespeist, von der aus interne und externe Dashboards bedient werden. Das Frontend erlaubt eine intuitive Erstellung und Anpassung der Darstellung. Fensterlayouts und Farbgebung lassen sich flexibel konfigurieren, wobei komplexe Grafiktypen, vollständige Responsivität und Barrierefreiheit derzeit noch weiterentwickelt werden. Langfristig soll dieses modulare und skalierbare Dashboard-Ökosystem als zentraler Service für alle Stakeholder dienen, wobei die Wohnungsmarktbeobachtung als Proof of Concept fungiert.
