Ein Wegweiser zur Datengovernance

Städtische Daten

Die fortschreitende Digitalisierung verändert grundlegend sowohl gesellschaftliche als auch Verwaltungsprozesse. Städte erkennen zunehmend die Bedeutung von Daten für die Verwaltung und die Stadtgesellschaft. Um die Chancen der Digitalisierung optimal zu nutzen und gleichzeitig den Risiken einer datenzentrierten Perspektive zu begegnen, ist die Etablierung einer kohärenten Datengovernance unerlässlich, also eine Einführung von Richtlinien und Standards zum Umgang mit Daten.

Handlungsfelder der Datengovernance

Datengovernance bietet zahlreiche Vorteile, wie einen zentralen Datenzugang, Datenschutz, effizientere Verwaltungsprozesse, partizipative Mitgestaltung und neue Strukturen für die Stadtentwicklung. Gleichzeitig stellen Datenschutzregelungen, unklare Datenbesitzverhältnisse, Datensilos, Datenqualität und -interpretation sowie fehlende Standards Herausforderungen dar.

Das im CUT-Projekt entwickelte Leitdokument dient als Wegweiser im komplexen Thema der Datengovernance. Es definiert die Handlungsfelder und schafft ein einheitliches Verständnis der relevanten Begrifflichkeiten. Dieses Dokument ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den Städten Hamburg, Leipzig und München und bezieht sich auf die Expertise lokaler Datengovernance-Spezialisten. Es legt den Grundstein für eine detaillierte Auseinandersetzung mit spezifischen Handlungsfeldern und ist der Ausgangspunkt für die Formulierung von Empfehlungen und die Dokumentation von Best Practices. Die Zielsetzung und der Rahmen des Leitdokuments sind in diesem Dokument (PDF) detailliert beschrieben.

Im Rahmen des CUT-Projekts wurden aus 14 identifizierten Handlungsfeldern sechs Themen für eine intensive Betrachtung ausgewählt. Diese Auswahl soll sicherstellen, dass die kritischsten Aspekte der Datengovernance mit dem größten Einfluss innerhalb des Projektes einer detaillierten Analyse unterzogen werden. In der ersten Phase dieser Vertiefung wurden drei wesentliche Themen näher beleuchtet: Rollen, Datenintegration und Datenqualität.

Handlungsfeld “Rollen”

Ein effektives Rollenkonzept ist entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung einer Datengovernance-Strategie. Unser Ansatz basiert auf dem Modell des Fraunhofer IAO und integriert die Erfahrungen der CUT-Partnerstädte. Es berücksichtigt die zentralen und dezentralen Rollen, die für den Betrieb Urbaner Datenplattformen und Digitaler Zwillinge erforderlich sind. Die Rollen sind flexibel gestaltet, um sie an die spezifischen Bedürfnisse und Strukturen der einzelnen Kommunen anpassen zu können. Eine detaillierte Beschreibung der Rollen und ihrer Anwendung in den Partnerstädten finden Sie hier (PDF).

Handlungsfeld “Datenintegration”

Die Integration von Daten aus unterschiedlichen Quellen ist ein weiteres kritisches Handlungsfeld. Unser Ansatz zielt darauf ab, Datenredundanz zu vermeiden und die Datenqualität zu verbessern, indem offene Standards für die Datenintegration verwendet werden. Die praktische Umsetzung dieser Prozesse in den CUT-Städten, einschließlich der verwendeten Prozesse und der Strukturierung der Datenintegration, wird in diesem Dokument (PDF) erläutert.

Handlungsfeld “Datenqualität”

Die Qualität der Daten ist für ihre Verwendbarkeit in verschiedenen Anwendungskontexten von höchster Wichtigkeit. Das Dokument zur Datenqualität umfasst die Bewertung der Daten anhand von 13 Kriterien, welche bei Bedarf angepasst werden können. Diese systematische Bewertung und fortlaufende Verbesserung der Datenqualität ist entscheidend, um die Zuverlässigkeit und Nützlichkeit der Daten in operativen und analytischen Prozessen zu gewährleisten. Eine umfassende Erörterung der Methoden und Kriterien zur Sicherstellung der Datenqualität finden Sie hier (Excel-Tabelle zum Download).

CUT-Akademie: “Handlungsfelder der Datengovernance: Rollen, Datenintegration, Datenqualität”

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